10. Fortbildung:
„Aus dem Raum des Herzens tanzen ®"

 

Leitung: Cornelia Freise

Sommer 2017 bis 2019


 

Die Fortbildung

ist berufsbegleitend konzipiert. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung, das Mindestalter von 25 Jahren und die Teilnahme an einem Einführungswochenende, das dem wechselseitigen Kennenlernen und der Entscheidungsfindung dient. Im Anschluss daran kann eine endgültige Anmeldung erfolgen, der ein tabellarischer Lebenslauf und eine Darstellung der Motivation für die Teilnahme an der Fortbildung beigefügt werden sollte.

 

Zielgruppe

LehrerInnnen, ErzieherInnen, KrankengymnastInnen, SozialpädagogInnen, AltenpflegerInnen, ÄrztInnen, PsychologInnen und andere Interessierte aus sozialen Arbeitsfeldern im weiteren Sinne.

 

Struktur

Die Fortbildung ist auf 2 Jahre konzipiert und wird in Bremen stattfinden. Ein Arbeitsjahr entspricht 6 Wochenenden und einer INTENSIVWOCHE in den Schulferien von Bremen bzw. Niedersachsen. Pro Jahr sind seitens der Teilnehmenden 12 Einzelstunden in Tanz- bzw. Bewegungstherapie nachzuweisen.

Arbeitszeit pro Wochenende: Freitag: 19 - 21 Uhr; Samstag: 10-13 Uhr und 15 -17.30 Uhr; Sonntag: 9 –14.00 Uhr

 

Zeitrahmen

Auswahlseminar 6./7. Mai 2017in Bremen; Beginn: 4.-6.8.2017

9.-13.10.2017 Intensivwoche Hof Oberlethe;

1.-3.12.2017

 

Kosten

Auswahlwochenende: € 205,- /167,- in Bremen

In der Tanzhalle kann ohne weitere Kosten übernachtet werden.

Pro Fortbildungswochenende fallen € 255,- für Verdienende und € 205,- für Nichtverdienende an Kosten an; für die Intensivwoche (Montag: 10 Uhr bis Freitag: 13 Uhr) € 535,- bzw. 465,- an Ausbildungskosten plus ca. 65 € für Unterkunft und Verpflegung pro Tag. Das sind insgesamt € 2065,- bzw. 1695,- pro Jahr plus Unterkunft und Verpflegung in der INTENSIVWOCHE; die Kosten sind jeweils vierteljährlich im Voraus zu bezahlen. Die Nichtteilnahme an einem Wochenende entbindet nicht von der Zahlung der Gebühr.

 

Methode

Die sich gegenseitig befruchtende Verbindung von meditativen Tänzen (Zentrierung auf die Vertikale und die Horizontale, Eröffnungsbewegungen verschiedener Qualitäten) und Elementen aus der Tanztherapie (aktive Bewegungsimagination, Förderung der Expressivität und des Gefühlsausdrucks, Arbeit an Bewegungs- archetypen verschiedener Kulturen). Tanz als Heilkunst, die die 4 Dimensionen der menschlichen Bewegungserfahrung (physisch, emotional, mental und spirituell) in ganzheitlicher Weise verkörpert. „Aus dem Raum des Herzens tanzen“ ist eine integrative Herangehensweise an expressive und therapeutische Prozesse zur persönlichen, zwischenmenschlichen und sozialen Transformation.

Wir werden daran arbeiten, im Tanz den Körper als Erkenntnisorgan zu schulen, als Werkzeug zur Wahrheitsfindung. Dabei geht es zum einen um die eigene, sehr individuelle Wahrheit und zum anderen um die Öffnung für die absolute Wahrheit, die alles umschließt und alle Ebenen verbindet. Dies geschieht über die Entfaltung von Präsenz in den Tanzbewegungen, die Genauigkeit und Fluß in Einklang bringt, genauso wie über das Eintauchen in die Archetypen, das ein Sichhingeben an tiefere Bewußtseinsschichten einschließt. Besondere Bedeutung kommt der Verbindung der inneren Erlebens und des nach außen wahrnehmbaren Ausdrucks zu.

Ein Schwerpunkt der Arbeit wird auf dem freien Umgang mit Raumsymbolen liegen (Kreis, Dreieck, Labyrinth, Quadrat, Spirale, Herz, Mondschale etc.), die ich selbst im Laufe meiner Tanzerfahrungen entwickelt habe. Sie ist von einer Verbindung von Raum und Ritual geprägt, da die tänzerischen Symbolinszenierungen eine leibliche Annäherung an Fragen der persönlichen Existenz im Kosmos ermöglichen. Dabei verbinden die Tanzenden das Persönliche mit dem Überpersönlichen.

Im Tanzprozeß geht es um die Erzeugung von individueller und kollektiver Kreativität. Das gründet auf dem Glauben und der Erfahrung, dass auch heute noch die Tänze große transformierende Qualität haben, die als Antwort auf reale Lebenserfahrungen und Bedürfnisse geschaffen wurden bzw. unserer Sehnsucht einen Ausdruck geben.

Die spirituelle Seite des Tanzes läßt sich gut in der Natur erfahren. Daher werden wir auch in der Natur tanzen und diesen Prozeß gesondert reflektieren.

 

Ziele

Entwicklung eines kreativen Zugangs zum Tanz als „heiligem Ausdrucksmittel“ und dem entsprechenden Leibbewußtsein. Erlernen und Neuerschaffen von Meditativen Tänzen in Kreis. Freien Umgang mit Elementen aus der Tanztherapie. Arbeit an Gruppenprozessen. Entfaltung des selbständigen und intuitiv-einfühlsamen Umgangs mit Musik. Erarbeitung der theoretischen Hintergründe von Bewegung, Tanztherapie und rituellen Tanzformen.

 

Theoretischer Hintergrund

Den theoretischen Hintergrund der Fortbildung „Aus dem Raum des Herzens tanzen“ bildet die analytische Psychologie C.G.Jungs, insbesondere die Archetypenlehre, die Integration der Polaritäten und die Arbeit mit dem Unbewußten über aktive Bewegungsimagination. Im Bereich des Meditativen Tanzens beziehe ich mich auf die von Bernhard Wosien und Maria-Gabriele Wosien geschaffene Form und die entsprechenden theoretischen Implikationen. Weiterhin haben mich die methodischen Konzepte von Anna Halprin und Kaye Hoffman inspiriert.

 

Fortbildungsplan

Schwerpunkte im 1. Fortbildungsjahr:

Selbsterfahrung im Tanz, Erlernen von einfachen Kreistänzen und der entsprechenden Tanznotation; aktive Bewegungsimagination           

1. u. 2. Wochenende: 

Gruppenbildung, Einführung in themen- und körperorientiertes Vorgehen; Arbeit an der Vitalität; Experimentieren mit meditativen Kreistänzen; Reflexion der Erfahrung, Zeugin zu sein

3. u. 4.Wochenende:              

Tanz und Raumerfahrung; Nähe und Distanz; Abgrenzung und Mitschwingen; Spiegeln von Körper und Gefühl; schriftliches Fixieren der erlernten Kreistänze

5. Wochenende:                       

Tanz und Spiel, Arbeit am inneren Kind; kreativer Umgang mit Mustern , Bewegungsmustern

6. Wochenende:                       

Tanz und Ritual, Tanz in den verschiedenen Jahreszeiten, die vertikale Bewegungsachse im Tanz

Intensivwoche:                       

Tiertänze - Rückkehr zur Instinktebene; Ürsprünge des Tanzes: Tiger, Schlange, Vogel, Nilpferd

 

Schwerpunkte im 2. Fortbildungsjahr:

Entwicklung eigener Kreistänze und deren schriftliche Fixierung; Kreativer Umgang mit Musik; Arbeit mit Gruppen, Umsetzung des Gelernten im eigenen Betätigungsfeld; Erarbeitung theoretischer Hintergründe; die spirituelle Ebene des Tanzes

1. Wochenende:                       

Musik und Intuition - energetische Einordnung von Musik und deren entsprechender Einsatz im Tanz

2. Wochenende:                       

Entwicklung eigener Tänze zu gegebener und eigener Musik; Reflexion über die Rolle als Gruppenleiterin

3. Wochenende:                       

Tanz und Heilung; Reflexion der theoretischen Hintergründe von MeditativenTänzen und ganzheitlicher Tanztherapie

4. Wochenende:                       

Raumsymbole im Tanz, am Beispiel von Kreis und Spirale

5. Wochenende:                       

Transformation durch Tanz - Reflexion des eigenen Entwicklungswegs im Tanz, Tanzen in der Natur

6. Wochenende:              

verfügbar

Intensivwoche:  

Abschlusswoche; Bearbeitung noch offener Punkte; Abschlussreflexion; Arbeit mit Tranceelementen

Da es beim Tanzen immer um Flexibilität geht, kann es sein, dass sich die Reihenfolge, in der die Themen bearbeitet werden, verändert oder daß etwas wegfällt und etwas anderes hinzukommt.

Während der Fortbildungswochenenden werden wir auch zusammen Zeit haben, miteinander in Stille sein. Nach meiner Erfahrung befruchten sich Meditation und Tanz gegenseitig; dafür möchte ich in der Fortbildung einen Raum zur Verfügung stellen.

 

Zertifikat

Am Ende der Fortbildung wird es ein Zertifikat über die Teilnahme geben, das die Inhalte der Fortbildung im Einzelnen aufführt. Voraussetzung dafür ist außer der Teilnahme an den Weiterbildungsveranstaltungen die Erarbeitung von 3 eigenen Tänzen und einer Reflexion über die Tanzarbeit mit einer eigenen Gruppe.

 

Ausbildungsleitung

Cornelia Freise, Psychotherapeutin (HPG); seit 1992 Jahren selbständig als Tanztherapeutin. Ich arbeite seit 30 Jahren mit Meditativen Kreistänzen und seit 26 Jahren mit Biodanza-Tanztherapie (Fortbildung 1988-1990), auch in regelmäßigen Jahresgruppen über 4 Wochenenden. 1996 habe ich das Institut „Die tanzende Wildsau“ - Institut für Transformation durch Tanz, Meditatives Tanzen und Tanztherapie e.V. in Bremen gegründet, das seit 1998 2-jährige Fortbildungen anbietet. Im Laufe der Arbeit mit Tanz hat sich meine eigene Form herausgebildet, die sich am passendsten mit dem Begriff „Aus dem Raum des Herzens tanzen“ bezeichnen lässt. Ich habe den Begriff urheberrechtlich schützen lassen.

Mein Ursprungsberuf ist Volljuristin. Von 1986 bis 1992 habe ich in verschiedenen Forschungsprojekten u.a. an der Universität Bremen gearbeitet und in den entsprechenden Arbeitsfeldern Texte veröffentlicht, die u.a. auch auf meiner Website www.die-tanzende-wildsau.de zugänglich sind. Mein Interesse gilt dem Zusammenhang zwischen dem Heiligen, dem Tanz und dem Frausein, d.h. genauer der Wechselbeziehung zwischen Körperlichkeit und Gotteserfahrung im Tanz. Dabei liegen mir besonders die im Tanz möglichen Transformationsprozesse in Verbindung mit weiblicher Mystik am Herzen. Selbst folge ich seit 1985 dem Sufi-Weg des Herzens.

Im Jahr 2010 ist mein Buch „Tanze dein Herz – weibliches Wissen in Bewegung“ erschienen, das meinen Tanzansatz beschreibt. 2013 in Estland erschienen.

Für weitere Informationen stehe ich auch gern telefonisch unter der Nummer: 0421-491 92 86 zur Verfügung.

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